Tempelhof – Zentralflughafen

Zentralflugplatz Tempelhof
war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 den Linienverkehr auf. Er war bis zu seiner Schließung am 30. Oktober 2008 einer von drei Berliner Flughäfen – aber ganz sicher der geschichtsträchtigste…
In den 1930er Jahren stand der Flughafen Tempelhof mit seinem Verkehrsaufkommen noch vor Paris, Amsterdam und London an der Spitze des europäischen Flugverkehrs.
Das ab 1936 entstandene Flughafengebäude war nach seiner Fertigstellung 1941 mit einer Bruttogeschossfläche von 307.000 m² (9.600 Räume!) für zwei Jahre das flächengrößte Gebäude der Welt, ehe es vom Pentagon in Arlington abgelöst wurde.
1948 bekam der Flughafen eine neue Bedeutung: Zusammen mit dem Flugfeld Gatow, und später auch dem Flughafen Tegel, diente er während der Blockade West-Berlins dem Transport von Verpflegung und Gütern für Berlin per Flugzeug. Ein großer Teil der Ladung bestand aus Brennstoffen. Die lebensnotwendige Versorgung durch die Berliner Luftbrücke zwischen verschiedenen westdeutschen Städten und Berlin dauerte fast ein Jahr.
Im Sommer 1975 wurde Tempelhof für den zivilen Luftverkehr geschlossen und durch den neu errichteten Flughafen Tegel ersetzt.
Die Wiedereröffnung folgte im Jahr 1985 – vor allem für kleinere Flieger…der letzte Charterflug und gleichzeitig der letzte Start eines Jets von Berlin-Tempelhof erfolgte am 30. Oktober 2008.
Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat am 5. März 2008 als Folgenutzungskonzep t für das Flughafengelände das städtebauliche Projekt Tempelhofer Freiheit vorgestellt. In 2007 wurden übrigens noch ca. 350.000 Passagiere abgefertigt…
Die Katakomben sind niemals richtig fertig gestellt worden – die Blitzkriege gegen die armen Nachbarn wie Polen etc. verhinderten das.
Im Krieg wurden die Katakomben u.a. als Luftschutzbunker genutzt – diesen haben sie auch unbeschadet überstanden.
Die Rote Armee ist allerdings bei und nach der Bestzung Berlins mit Mensch und Material nicht sorgsam umgegangen. So haben z.B. 100te Berliner Frauen den Suizid der ersten Begegnung mit einem feindlichen Soldaten vorgezogen. Zu schrecklich waren die Vorwarnungen für den Fall eines Falles.
Hier Impressionen eines geführten Rundgangs im Oktober 2012.

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