Tag 6: die weißen Dörfer

Arcos de la Frontera ist der Hauptort der weißen Dörfer. Vor allem die Altstadt, die auf einem steilen Felsen oberhalb des Flusses Guadalete liegt, ist eine Touristenattraktion. Der Ort befindet sich im Nordosten der Provinz Cadiz und bildet ein herausragendes Beispiel wegen der Höhenlage, sie nimmt den Gipfel und die Seite eines Felsens am rechten Rand des Flusses Guadalete ein. Der erste Eindruck ist gleich eine ganze Reihe kalkweißer Häuser und einigen verstreuten majestätischen Monumenten, es empfiehlt sich das Auto im unteren Teil zu parken und das Dorf zu Fuss zu besuchen. In der Altstadt finden sich die engen Gassen mit weißgetünchten Häusern, die charakteristisch für die weißen Dörfer sind – und einen Besuch rechtfertigen: Grazalema ist ebenfalls ein schönes Städtchen in der Sierra de Grazalema, eine weitere Station auf der Ruta de los Pueblos Blancos, es liegt am Fuß der Berge der Sierra del Pinar. Früher waren Landwirtschaft (Schafzucht, Korkeichen) und Handwerk die Lebensgrundlage der Grazalemeños, wie die Bewohner genannt werden. Heute sind die landwirtschaftlichen Nutzflächen stark eingeschränkt, da der Ort inmitten des Naturparks Sierra de Grazalema liegt. Bemerkenswert – eine Besonderheit ist das Klima des Ortes, er weist mit 2132 l/m² die höchste jährliche Niederschlagsmenge Spaniens auf und selbst wenige Kilometer entfernte Nachbarorte erreichen nur knapp ein Viertel dieser Menge – bei unserem Besuch war es -wie immer und überall- heiß und es gab keine Wolke am Himmel: Ronda ist das „Pueblo Blanco“ in den Bergen und mit 35.000 Einwohnern eine der größten Ortschaften unter den „weißen Dörfern“ Andalusiens. Bekannt ist Ronda vor allem für seine Lage: die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad, liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau. Der Ort hat eine lange Geschichte mit erhaltenen Ruinen und Zeugnissen aus der Zeit der römischen und maurischen Herrschaft.

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