Januar 2015 – Kaserne Vogelsang

Im Norden von Vogelsang entstand nach dem Zweiten Weltkrieg ein bedeutender Standort (völlig autarke Stadt mit Wohnhäusern, Hallen, Kinos und einer Schule) der Westgruppe der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland als Neubaustandort. Neben einer Panzerdivision, einer Gardearmee, Panzer- sowie Schützen- und Raketenregimenten gab es noch den „Großverband taktische Raketenabteilung (zeitw. Nuklearraketen)“ stationiert. Zeitweise lebten mehr als 15.000 russische Soldaten und Zivilisten in der „Militärstadt“, die neben Wünsdorf die umfangreichste bebaute russische Liegenschaft war. Seit dem Abzug der russischen Truppen 1994 liegt das riesige Gelände brach. Im Rahmen von Konversionsmaßnahmen werden die Gebäude nach und nach abgerissen und das Gelände renaturiert. Aufgrund vieler Munitionsreste und dem sehr schlechten Zustand der verbliebenen Gebäude im Boden kann das Betreten der abgesperrten Bereiche lebensgefährlich sein. Vogelsang ist übrigens ein kleines Dorf nordöstlich von Berlin, knapp hundert Einwohner, eine Bahnstation…eben ein ruhiger Ort, Impressionen von Ende 2014.

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