Heilanstalten Hohenlychen

befinden sich auf einem weitläufigen Gelände mit diversen Gebäudekomplexen, die von 1902 bis 1945 erstanden. Sie wurden zum größten Teil aus Spenden finanziert und vom Deutschen Roten Kreuz unterhalten.

In der Nazi-Zeit, als die Zahl der Turberkuloseerkrankungen sank, verlagerte sich der Schwerpunkt der Heilanstalten von den bisherigen Lungenheilstätten zur Chirurgie – vor allem Sport- und Arbeitsschäden sowie die „Wiederherstellung“ waren die neuen Schwerpunkte. Nicht nur bei Funktionären der NSDAP und VIP´s  galt Hohenlychen als „Modeaufenthaltsort“ zur Erholung. Während des Zweiten Weltkrieges erfolgte die Umwandlung in ein Kriegslazarett, später wurden Menschenversuche mit Wundinfektionen durchgeführt. Der Chefarzt wurde 1948 im Nürnberger Ärzteprozess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt und zum Tode verurteilt.

Nach dem Ende des Krieges nutzten die Russen die Heilanstalten als Lazarett und Geburtsstation. Mit 200 Betten erreichten die Heilanstalten nicht mal mehr die Hälfte ihre damalige Größe und wurden teilweise zu Wohneinheiten der Soldaten umfunktioniert, die Kapelle wurde bspw. sogar zum Treibstofflager umfunktioniert.
Diverse Nachnutzungskonzepte wurden nicht (oder nur teilweise) umgesetzt.
ACHTUNG: Das Grundstück ist nicht frei zugängig – die Gebäude sind gegen Betreten geschützt.
Daher hier (fats nur) nur Aussenaufnahmen aus dem Februar 2013

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